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Geschichte

Die Anfänge des THW in Baden-Württemberg (1952 bis 1954)

Die organisatorischen Vorarbeiten für die Errichtung des Technischen Hilfswerks (THW) im Gebiet der Länder Baden und Württemberg-Hohenzollern gehen auf den Herbst des Jahres 1950 zurück. Damals wurde die Organisation des THW von Grund auf neu geschaffen.
Die Planung sah etwa 100 Städte in beiden Ländern vor, in denen es galt, leitende Personen zu gewinnen. Bis zur ersten bundesweiten Zusammenkunft der Landesverbandsleiter in Bonn am 8. April 1952 waren in Baden-Württemberg die ersten Grundlagen für einen Ausbau in rund 20 Städten geschaffen.

Im Juli 1952 war das THW in 48 Städten des Landes vertreten. Somit bestand bereits die Möglichkeit, den örtlich zuständigen Behörden die technische Hilfeleistung bei Katastrophen und öffentlichen Notständen anzubieten. Die Standortwahl für die THW-Ortsverbände erfolgte nach verkehrs-, versorgungs- und wirtschaftswichtigen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung einer möglichen Nachbarschaftshilfe.
Die Entwicklung des Helferbestandes zeigte eine stetige Aufwärtsbewegung. So konnten Ehrenamtliche in der Industrie und im Handwerk, in Verbänden und Organisationen sowie in Hoch- und Fachschulen gewonnen werden.

Der erfolgreiche Einsatz des THW anlässlich der Flutkatastrophe vom Februar 1953 in Holland trug entscheidend dazu bei, den Bekanntheitsgrad des THW in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Kleinere freiwillige Hilfseinsätze in Südbaden bei örtlichen Überschwemmungskatastrophen, unentgeltliche Hilfeleistung bei gemeinnützigen Arbeiten und der von der Hauptstelle sofort angeordnete Einsatz aus Baden-Württemberg in Bayern während der großen Hochwasserkatastrophe im Juli 1954 brachte nicht nur örtliche Anerkennung ein, sondern auch den Dank des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg.

Im März 1953 nahmen die ersten Ausbilder an den Speziallehrgängen der Bundesschule in Marienthal teil. Die Überprüfung des Ausbildungsstandes durch Beauftragte der Bundesschule in einer ganzen Reihe von Ortsverbänden ergab ein teilweise überdurchschnittliches Bild. Bis Ende 1954 waren insgesamt 267 Ausbilder tätig, und über 1300 Helfer hatten die Grundausbildung sowie die THW-Spezialausbildung für den Einsatz in den Notversorgungsgruppen abgeschlossen.
Es wurde unablässig danach gestrebt, größere Ausbildungseinsätze durchzuführen. Ziel war es, den Helfern Gelegenheit zu geben, ihre Kenntnisse praktisch anzuwenden. Gleichzeitig wurde bei diesen Einsätzen die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie Feuerwehr und DRK geübt. Insgesamt haben sich bis Ende 1954 an derartigen Übungs- und Katastropheneinsätzen 1709 Helfer beteiligt.

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