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Herbstübung des THW Ellwangen

Unwetterlage im Ostalbkreis – Technischer Zug des THW Ellwangen absolviert 24h Übung.

Der Ostalbkreis wird schon seit Tagen von unterschiedlichen Naturgewalten heimgesucht und eine Aussicht auf Besserung ist aktuell nicht in Sicht. Die Flußpegel steigen auf Grund der massiven Regenfälle aktuell immer noch an, Die Böden sind mit Wasser vollgesogen, Rückhaltebecken sind bis zum Überlauf gefüllt und an Bäumen und Gebäuden werden erste Schäden durch Wind und Starkregen gemeldet. So lautet das Szenario für die Herbstübung des THW Ellwangen.

Für die Helferinnen und Helfer das THW Ellwangen gab es während der zweitägigen Übung allerhand zu tun. Den Anfang bildete ein punktueller Wasseraustritt am Bucher Stausee. Dieser wurde mit einer Quellkade, einem Sandsackwall, der rund um die Austrittsöffnung errichtet wird, verschossen. Rund 1000 Sandsäcke waren dafür notwendig.

Am frühen Samstagmorgen gingen dann gleich mehrere Meldungen ein. Ein Wohnheim in den Jagstauen muss evakuiert werden. Den Behörden ist es mittlerweile zu riskant da man nicht weiß ob der Staudamm hält. Die 1. Bergungsgruppe hatte hier alle Hände voll zu tun um die teilweise nicht gehfähigen Personen auf sicheren Boden zu bringen. Weiter versperrt ein Hangrutsch eine Straße bei Hinterlegenberg, zwar wurde diese in der Nacht wieder befahrbar gemacht, aber die Straße musste noch vom restlichen Erdreich befreit werden. Dafür förderte die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen über 800m und 70 Höhenmeter das notwendige Wasser. Unterstützt wurde sie dabei von der 2.Bergungsgruppe. Mit dem LKW und Ladekran sowie dem Einsatzgerüstsystem hatte sie den Auftrag den Aufbau der Förderstrecke und der Pufferbecken durchzuführen.

Im weiteren Tagesverlauf gingen noch weitere Aufträge bei der THW Einsatzleitung ein. Baumstämme trieben in einem Rückhaltebecken auf das Wehr zu. Um dieses vor Beschädigungen zu schützen wurden die Stämme mittels Boot und Seilwinde ans Ufer gebracht. Parallel dazu wurde ein erhöhter Nitrat Anteil in einem weiteren See festgestellt. Um ein evtl. Fischsterben zu vermeiden wurde im Vorfeld Frischwasser und Sauerstoff in den See eingebracht.

Der Zugtruppe leitete, dokumentierte und organisierte den kompletten Ablauf der Übung. Hier gab es jede Menge zu tun. Uhrzeiten mussten mit der Küche und den Einspielungen terminiert werden, logistische Bedürfnisse wurden übernommen sowie der Ablauf der Übungen und Erkenntnisse dokumentiert.

Über 24 Stunden waren die 36 Einsatzkräfte des THW Ellwangen in die Übung eingebunden, bevor ein überwiegend positives Resümee gezogen werden konnte. Erkenntnisse und Verbesserungen sollen in die Ausbildungen und Ausstattung des Ortsverbandes mit einfließen.

Vielen Dank an die vielen Organisatoren, Behörden und Firmen die im Vorfeld für die Genehmigungen, Vorbereitungen und Bereitstellungen sorgten.

Reiner Mangold, THW Ellwangen

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