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Sommernacht in der baden-württembergischen Landesvertretung

Unter dem Motto „ Arten – Vielfalt – Leben“ stand Anfang Juli die 55. Stallwächterparty in der Bundeshauptstadt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, sein Stellvertreter, Innenminister Thomas Strobl und Staatssekretär Volker Ratzmann eröffneten die jährlich stattfindende besondere Veranstaltung, zu der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble kamen.

Die Stallwächterparty läutet traditionsgemäß den Beginn der Sommerpause im politischen Berlin ein.

Ganz aktuell sind viele Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Darauf wies Kretschmann in seiner Eröffnungsrede eindringlich hin. Mit einem bundesweit einmaligen Sonderprogramm wolle die baden-württembergische Landesregierung dem Artensterben entgegenwirken. Dazu leistet auch die baden-württembergische Landesvertretung am Berliner Tiergarten einen aktiven, praktischen Beitrag. Seit Mai lebt ein Bienenvolk auf einem Balkon des modernen Gebäudes der Landesvertretung und bereichert die Artenvielfalt in der Hauptstadt. Künftig wird ein Bienenhotel, ein kleines Gastgeschenk von Ministerpräsident Winfried Kretschmann an die Kanzlerin, auch in der Uckermarck, der Heimat Angela Merkels, Bienen eine Heimat geben.

1500 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Diplomatie konnten die Vielfalt der Kultur und die Unterhaltung im Garten der Landesvertretung erleben. Einen besonderen Gruß an die Gäste kam aus dem All: Alexander Gerst, auch Astro-Alex genannt, Kommandant der internationalen Raumstation ISS, schickte eine Grußbotschaft nach Berlin. Ganz nebenbei unterstützten die zahlreichen Partygäste die Benefizaktion „Rettet die Wildbienen“, eine Gemeinschaftsaktion des Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart, der Landesanstalt für Bienenkunde und den baden-württembergischen Imkervereinen.

Unter die illustren Gäste der Stallwächterparty mischten sich auch 18 bienenfleißige Helferinnen und Helfer aus den THW-Ortsverbänden im Südwesten. Seit 2003 unterstützen Helferinnen und Helfer die Landesvertretung, eine dem Staatsministerium Baden-Württemberg nachgeordnete Dienststelle, mit helfenden Händen und Logistik vor, während und nach der Stallwächterparty. Thomas Strobl, baden-württembergischer Innenminister, lobte die große Unterstützung durch das THW und die tolle Zusammenarbeit zwischen der Landesvertretung und dem THW. Der Ehrenlandessprecher des baden-württembergischen THW, Walter Nock, nutzte zudem die Gelegenheit, im Gespräch mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für das Technische Hilfswerk und seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu werben.

Das Stockacher Popduo Glasperlenspiel mit Daniel Grunenberg am Keyboard und Sängerin Carolin Niemcyk, die zuletzt neben Pop-Titan Dieter Bohlen in der DSDS-Jury beim Sender RTL saß und SWR 3 – Crewmoderator Josh Kochhann sorgten mit ihren Auftritten für ein unterhaltsames und nicht enden wollendes musikalisches Bühnenprogramm.

Die Lacher auf ihrer Seite hatte die Berliner Insektenforscherin Susanne Grube mit ihrem sati(e)rischen Vortrag. Sie stellte das bizarre Balzverhalten der Winden-Glasflügelzikade, einem nur vier Millimeter kleinen Insekt, dem breiten Publikum anschaulich dar und bewies damit, dass die ernsthafte Wissenschaft der Insektenkunde auch sehr lustig sein kann.

Kulinarisch verwöhnt wurden die Besucher mit Spezialitäten aus Baden und Württemberg wie den traditionellen Maultaschen und passend zum Motto der Veranstaltung mit einem leckeren Bienenstich als Dessert.

Die tolle Stimmung unter den Partygästen konnte auch durch einen Feueralarm, der zur kurzfristigen Räumung des Gebäudes führte, nicht getrübt werden. Die Berliner Feuerwehr, die schnell vor Ort war, konnte rasch Entwarnung geben und einen Rauchmelder, der durch Grillrauch ausgelöst hatte, als Ursache feststellen.

Einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt im Ländle leistete das THW Baden-Württemberg im Juli 2015. Über 200 Helferinnen und Helfer verhinderten durch den zweiwöchigen Einsatz mit über 90 Fahrzeugen, Pumpen und Drucklufterzeugern ein noch größeres Fischsterben in der Jagst. Dort kam es nach dem Brand einer Mühle zum Eintrag von Düngemitteln in das empfindliche Ökosystem.

Frank Winterfeldt, MediaTeam Baden-Württemberg

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