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Mit Pumpen gegen das Fischsterben

Mehrfach rückte das Technische Hilfswerk in den vergangenen Tagen aus, um mit Großpumpen Seen zu belüften. Die anhaltende Sommerhitze führte unter anderem am Max-Eyth-See und am Riedsee in Stuttgart sowie am Stausee Röteln in Ellwangen zu einem gefährlichen Absinken des Sauerstoffgehaltes im Wasser.

Max-Eyth-See

Bereits seit letztem Donnerstag wälzte die Feuerwehr Stuttgart am Max-Eyth-See in Stuttgart mit Pumpen das Wasser um und versuchte so den Sauerstoffgehalt des Sees wieder auf ein für die Fische verträgliches Niveau zu bringen. Am Freitagabend wurden schließlich die THW-Ortsverbände Stuttgart und Backnang zur Unterstützung alarmiert.

Der Backnanger Ortsverband rückte unter anderem mit einer sogenannten DIA-Großpumpe an, mit einer Pumpleistung von bis zu 15.000 Litern pro Minute. Zusätzlich wurde die Pumpe mit speziellen Belüftern ausgestattet, die den Sauerstoffgehalt des umgewälzten Wassers erhöhen. Jeweils in den Nächten von Freitag bis Montag wälzte das THW so rund 20 Millionen Liter Wasser um und konnte den Sauerstoffgehalt des Sees stabilisieren. Der Ortsverband Stuttgart leuchtete während der nächtlichen Pumparbeiten die Einsatzstelle aus und richtete eine Führungsstelle ein, um den Einsatz zu koordinieren.

Riedsee

Am Dienstagabend wurde der THW-Ortsverband Stuttgart erneut alarmiert, diesmal zum Riedsee in Stuttgart-Möhringen. Auch dort machten der niedrige Sauerstoffgehalt und die hohe Wassertemperatur den Einsatz von THW-Pumpen nötig. Nach etwa vier Stunden konnte der Einsatz vorerst beendet werden. Durch das Einbringen großer Mengen Frischwasser gelang es den Helferinnen und Helfern den See zu stabilisieren.

Stausee Rötlen

Auch in Ellwangen musste am Freitag das THW ausrücken, nachdem im Stausee Rötlen bereits zahlreiche Fische verendet waren. Ab dem späten Freitagabend belüfteten rund 15 Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Ellwangen, gemeinsam mit der bereits zuvor alarmierten Feuerwehr Röhlingen, den Stausee mit ihren Pumpen.

Messungen am Samstagmorgen, nachdem die Pumpen des THW bereits die ganze Nacht hindurch Wasser umgewälzt hatten, ergaben im See einen Sauerstoffgehalt von nur noch etwa 0,5 mg/l, normal sind rund 6 mg/l.
Nachdem rund 10 Millionen Liter Wasser durch die Pumpen des THW-Ellwangen geflossen waren, konnte der Einsatz am Samstagabend beendet werden.

Peter Buß

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