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Unwetter halten Süden Baden-Württembergs auf Trab

Am vergangenen Wochenende haben teils heftige Unwetter den Süden Baden-Württembergs getroffen. Sturm und Starkregen überfluteten Straßen und Keller und knickten Bäume ab. Das Technische Hilfswerk war örtlich mit zahlreichen Helferinnen und Helfern im Einsatz.

In Friedrichshafen waren rund 50 Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Friedrichshafen und Überlingen im Einsatz, um die Feuerwehr zu unterstützen und zu entlasten. Allein am Samstagabend gingen dort rund 350 Einsatzaufträge ein, zumeist handelte es sich um vollgelaufene Keller.

Neben mehreren Kellern von Privathäusern pumpten die Ehrenamtlichen des THW unter anderem ein Regenauffangbecken aus und wurden anschließend zu einem Überlaufbecken einer Hebeanlage der Stadtentwässerung alarmiert. Durch die starken Niederschläge kam es in einem unterirdischen Abwasserbecken zu einem starken Wasser- und Druckanstieg. Das Wasser drückte durch ein Entlüftungsrohr nach oben und sprengte dabei das Rohr, wodurch ein Pumpenraum geflutet wurde und die Pumpen abgeschaltet werden mussten. Dies führte zu einem weiteren Anstieg des Pegels im Abwasserbecken – es bestand die Gefahr eines unkontrollierten Überlaufens. Während die Feuerwehr den Pumpenraum trocken legte, installierte das THW zwei Abwassertauchpumpen, um den Pegel des Abwasserbeckens zu senken.

Auch in Konstanz war das THW mit insgesamt 21 Ehrenamtlichen des Ortsverbandes Konstanz im Einsatz. Dort mussten ebenfalls Keller ausgepumpt oder mit Sandsäcken abgedichtet werden, außerdem räumten die Helferinnen und Helfer Kanalabflüsse frei, um das Wasser abfließen zu lassen.

Die Helferinnen und Helfer waren teilweise bis weit in die Nacht oder sogar bis in den Sonntagmorgen hinein im Einsatz.

In Ravensburg war der THW-Ortsverband Weingarten am Sonntagvormittag im Einsatz, nachdem die Unwetter bereits wieder abgeflaut waren. Die THW-Einsatzkräfte wurden von der Feuerwehr und NetzeBW zur Unterstützung gerufen, nachdem eine fast 20 Meter hohe Pappel abgeknickt und in eine Hochspannungsleitung gestürzt war. Eine der Leitungen wurde dabei durch den Baum zu Boden gedrückt. Die insgesamt zwölf Helferinnen und Helfer konnten den umgestürzten Baum mit der Winde des GKW1 aus sicherer Entfernung von der Leitung ziehen, nachdem diese stromlos geschaltet worden war.

Peter Buß

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